Untersuchungen über die Inhaltsstoffe der Lupulindrüsen von Hopfenblättern und ihre Bedeutung für die Hopfenzüchtung
Keywords:
Hopfenanalysen (Ergebnis von), Hopfenöl, Lupulindrüse, hop analysis result, hop oil, lupulin glandAbstract
Es ist schwierig, männliche Kreuzungspartner für die Züchtung zu beurteilen, da diese keine Dolden ausbilden, deren Inhaltsstoffe untersucht werden können. Die Inhaltsstoffe der Lupulindrüsen von männlichen als auch von weiblichen Hopfenblättern wurden untersucht. Die Lupulindrüsen von Hopfenblättern produzieren bei den Bitterstoffen nur β-Säuren. Zwischen dem β-Säurengehalt der Blätter und dem α-Säurengehalt der Dolden besteht eine gute Korrelation. Genauso verhält es sich auch beim Colupulon- und Cohumulonanteil. Die Bitterstoffanalysen von Blättern männlicher Hopfenpflanzen erlauben eine sehr gute Aussage über das Vererbungspotential ihrer Bitterstoffe. Der β-Säurengehalt der Blätter ist auch als Indikator für die Blattlausanfälligkeit von Nutzen. Ein hoher β-Säurengehalt bedeutet vermutlich eine erhöhte Blattlausanfälligkeit. Die zweite Stoffgruppe der Lupulindrüsen sind die ätherischen Öle. Die Zusammensetzung der ätherischen Öle von Blättern unterscheidet sich von der der Dolden, es sind weniger Monoterpene, dafür eine größere Anzahl von Sesquiterpenen vorhanden. Die ätherischen Öle von Hopfenblättern sind für die Sortenunterscheidung geeignet. Durch Ölanalysen von Blättern männlicher Hopfenpflanzen ist man auch in der Lage ihr Vererbungspotential hinsichtlich der Ölzusammensetzung beurteilen zu können. β-Farnesen wird in der Literatur als Alarmpheromon von Blattläusen beschrieben. Ein hoher Farnesen- und geringer β-Caryophyllengehalt, wie dies bei der Sorte Spalter Select der Fall ist, scheint eine erhöhte Blattlausresistenz zu bedeuten.
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